Reiseinformationen der Insel Gran Canaria

Gran Canaria - Informationen über Land, Leute und Geschichte

Die Insel Gran Canaria hat ein Gesamtfläche von ca. 1.560 Quadratkilometer und ist nach den Inseln Fuerteventura und Teneriffa die drittgrößte Insel der Kanaren. Bei den Kanarischen Inseln handelt es sich um ein autonomisches Gebiet, das jedoch Spanien angeschlossen ist. Gran Canaria hat eine Küstenlänge von ca. 236 Kilometern und die etwas kreisförmige Insel durchmisst ca. 50 Kilometer von einem Ende der Insel an das andere Ende. Die Hauptstadt ist Las Palmas de Gran Canaria. Mit ca. 850.000 Einwohnern ist Gran Canaria die zweitgrößte Insel der Kanaren, was die Bevölkerungszahl anbelangt.

Wir verbringen nahezu jeden Winter auf der Insel Gran Canaria. Da uns die Insel so gut gefällt, möchten wir mittels der folgenden Zeilen die Vorzüge eines Urlaubs auf Gran Canaria vorstellen. Erfahren werden Sie Wissenswertes über die Geschichte, sowie die Fauna und die Flora. Obwohl es kulturell nicht allzu viel zu sehen gibt, hat Gran Canaria wunderschöne Ecken, welche mit dem Mietwagen oder mit einem Tour-Guide besichtigt werden können. Für Individualreisende gibt es im Internet zahlreiche Angebote, bei welchem die eine oder andere wunderschöne Finca (spanisches Landhaus) angeboten wird. Für Pauschalurlauber empfehlen wir, insbesondere bei einem ersten Besuch der Insel, die Ferienorte Maspalomas oder Playa del Ingles. Aktuell gibt es beispielsweise sehr attraktive Angebote beim Reiseanbieter Alltours.

Der Ursprung und die Lage

Wie die Umgebung, ist die Insel vulkanischen Ursprungs. Bei dem höchsten Berg auf der Insel handelt es sich um den 1.949 Meter hohen erloschenen Vulkan Pico de las Nieves. Das Aushängeschild von Gran Canaria ist jedoch der 1.813 Meter hohe Roque Nubio.

Roque Nublo
Roque Nublo

Auf der Insel besteht eine klimatische und geographische Vielfalt, was auch ihre Auswirkung auf Fauna und Flora hat. Die Insel verfügt über 14 verschiedene Mikroklimazonen. Von dem Bergland im Inneren der Insel ausgehend, führen viele Trockentäler bis an Küste der Insel. Wenn dann die starken Regenfälle einsetzen, die jedoch sehr selten sind, füllen sich diese Trockentäler teilweise mit reisenden Sturzbächen. Damit hier keine Menschen sowie ihr Hab und Gut zu Schaden kommt, wurden in bewohnten Gebieten die Bachtäler befestigt und ausgebaut.

Gran Canaria liegt ca. 210 Kilometer westlich vor der Küste des südlichen Marokkos im Atlantischen Ozean, direkt zwischen den größeren Nachbarinsel Fuerteventura im Osten und Teneriffa im Westen.

Die Vegetation und das Klima

Aufgrund der verschiedenen Klimazonen haben sich auf der Insel sehr unterschiedliche Vegetationszonen heraus gebildet. Der Süden ist von Halbwüstenvegetation geprägt, während im Norden hauptsächlich Lorbeerwälder die Vegetation ausmachen. Im Süden herrscht überwiegend Trockenheit und dort wachsen auch die an das Klimas angepassten Wolfsmilchgewächse. Die Kanaren-Wolfsmilch hat ein kakteenähnliches Aussehen. Im Süden findet man auch strauchhohe und dickblättrige Natternkopf-Arten. Diese ursprünglich aus Amerika stammenden Feigenkakteen sind dort ebenfalls stark verbreitet.

Der Norden wird von Lorbeerwälder in Form von Kanaren-Lorbeer und Baumheide beherrscht. Bedingt durch die immer mehr voranschreitende Ausbreitung der Menschen auf der Insel sind die Lorbeerwälder auf kleine Reste geschrumpft. In den höheren Bergen wächst hauptsächlich die Kiefer als Nadelholzbaum.

Die Insel liegt im Einflussbereich der Passatwinde. Diese Winde kommen aus der Richtung Nordosten. Hierbei werden sie von den auf der Insel vorhandenen Bergen zum Aufsteigen gezwungen. Deshalb entsteht an deren Nordhängen zum Teil erheblicher Niederschlag, der häufig in Form von Nebel auftritt. Deshalb ist die Insel vom Klima her zweigeteilt und zwar in den trockenen Süden und den feuchteren Norden. Die im Süden vorherrschende Trockenheit wird durch die trockenen Winde aus der Sahara noch verstärkt. Man bezeichnet diese Wettersituation auch als „Calima“. Hierbei kann es dann teilweise auch zu starken Winden mit Sand und einem Temperaturanstieg während des Tages bis zu 50 Grad plus kommen.

Die Geschichte der Insel

Als die Insel im 15. Jahrhundert von Spanien erobert wurde, ist sie von den Ureinwohnern, den Guanachen, bewohnt gewesen. Diese Ureinwohner lebten teilweise in Höhen und auch teilweise in aus Steinen gebauten Rundhäusern. Die Kämpfe mit den Ureinwohnern wurden offiziell am 29. April 1483 für beendet erklärt. Die Insel gehört seither zu Spanien.

Der Tourismus

Die Insel wird jährlich von ca. 3 Millionen Menschen besucht, die sich vor allem in den touristischen Zentren im Süden der Insel aufhalten. Hierzu gehören die Orte Playa del Ingles, San Augustin und Maspalomas. Die Zahl der ausländischen Touristen liegt seit Jahren bei ca. 2,6 Millionen Einreisen im Jahr. Die jährlichen Urlauber verschaffen der Insel einen jährlichen Umsatz von ca. 2,5 Milliarden Euro. Gran Canaria ist als Reiseziel besonders für Urlauber aus nord- und mitteleuropäischen Ländern beliebt. Hier liegen Deutschland und die Urlauber aus Skandinavien ganz vorne. Danach folgen, Großbritannien, die Schweiz und Österreich . Gran Canaria ist vor allem im Winter wegen des milden Klimas beliebt. Aber auch im Sommer ist das Klima in einigen Regionen auf der Insel eher gemäßigt. Man bezeichnet deshalb auch die Insel mit den Jahres-Tagestemperaturen zwischen 16 und 26 Grad plus auch die Insel des ewigen Frühlings.

Die herrliche Dünenlandschaft von Maspalomas
Die herrliche Dünenlandschaft von Maspalomas

Der Süden der Insel ist, im Vergleich zum Norden, touristisch gut erschlossen. Weite Teile im Inneren der Insel verfügen zwar über einen geringeren Anteil an touristischen Unterkünften. Dieser Teil profitiert jedoch von Ausflüglern und dem Tagestourismus innerhalb der Insel.

Sehenswürdigkeiten

Wenn man sich zu einem Ferienaufenthalt auf der Insel befindet, sollte man sich den Fischerort Puerto de Mogan (wird auch Venedig des Südens genannt) unbedingt ansehen. Ebenso sehenswert sind die Dünen von Maspalomas. Für Tier- und Pflanzenfreunde ist der Plamen- und Tierpark Palmitos Park, der bei einem Brand 2007 fast völlig zerstört wurde, ein Muss. Er wurde 2008 wieder neu eröffnet.

Puerto de Mogan
Puerto de Mogan

Auch sollte man sich das archäologische Freilichtmuseum Mundo Aborigen im Barranco de Fataga nicht entgehen lassen. Ebenfalls ist auch das Höhlendorf im Barranco de Guayadeque bei Agüimes sehr interessant. Auch gehören hierzu die Höhlen von Artenara.

Ein Muss ist die Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria mit der historischen Altstadt Vegueta, wo man dann auch in den kleinen Lokalen in der Altstadt sich von den Sehenswürdigkeiten etwas erholen kann.

Strände

Die schönsten Strände der Insel sind unserer Meinung nach im Süden von Gran Canaria. Besonders empfehlenswert ist der lange und breite Dünenstrand von Maspalomas. Der Strand mit seinem kristallklaren Wasser ist auch für Familien mit Kindern bestens geeignet. FKK-Liebhaber können an einem Strandabschnitt in Maspalomas ebenfalls ihrem Fable frönen.

Interessante Beiträge

Leave a Comment