Campingurlaub Italien mit Rundreise

Italienrundreise mit dem Camper: Reisebericht von Marlena Frei

Während der Corona-Pandemie hat wohl vor allem das Camping an Beliebtheit gewonnen. Auch wir haben uns für einen Campingurlaub entschieden und reisten im September 2021 für 26 Tage mit dem Camper durch Italien. Wir erlebten eine tolle, erlebnisreiche Zeit, schauten uns viele Orte an und genossen das Camper-Leben in vollen Zügen!


Inhaltsverzeichnis:


Tag 1 – Beginn unserer Italien Rundreise

Gegen Mittag konnten wir den Camper abholen. Natürlich bekamen wir von der Vermietung alles gezeigt und erklärt. Wir waren total begeistert. Der Camper war in keiner Weise mit den Campern, mit denen wir durch Australien gereist sind, zu vergleichen. Die Ausstattung überraschte uns total – es schien alles total durchdacht und gut genutzt zu sein.

Unsere Italien-Rundreise mit dem Camper
Unsere Italien-Rundreise mit dem Camper

Mit dem Camper ging es zunächst mal zu uns nach Hause, dort räumten wir alles ein. Und dann ging die große Reise los. Den ersten Tag verbrachten wir nur mit Fahren. Gegen Abend fuhren wir auf einen kostenlosen Stellplatz. Wir schauten uns kurz die Umgebung an und spazierten durch tolle Obstplantagen.

Die erste Nacht verbrachten wir auf einem kostenlosen Stellplatz in der Nähe von Stuttgart. Absolut empfehlenswert!

Ort: Linsenhofen

Preis: kostenlos Gefunden über: App Park4Night

Tag 2 – Schloss Neuschwanstein

Aufgrund des sommerlichen Wetters in Deutschland entschieden wir uns spontan dazu, das Schloss Neuschwanstein zu besuchen.

Wanderung zum Schloss Neuschwanstein
Wanderung zum Schloss Neuschwanstein

Wir parkten in Hohenschwangau (extra Parkplätze für Wohnmobile 10,50€) und wanderten dann zum Schloss Neuschwanstein (ca. 40 Minuten, alternativ kann man mit dem Bus oder einer Kutsche fahren). Da wir spontan zum Schloss Neuschwanstein fuhren und auch nicht so viel Zeit hatten, war es uns leider nicht möglich, das Schloss zu besichtigen. Wer sich dafür interessiert, sollte sich rechtzeitig online um Tickets kümmern. Wir schauten uns das Schloss daher nur von außen an. Vom Schloss aus hat man einen tollen Ausblick auf die Umgebung.

Schloss Neuschwanstein
Schloss Neuschwanstein

Die meisten Bilder vom Schloss werden wohl von der Marienbrücke aus gemacht. Diese war leider gesperrt. Wir gingen trotzdem Richtung Marienbrücke. Auf dem Weg dorthin hat man einen tollen Blick auf das Schloss Neuschwanstein sowie das benachbarte Schloss Hohenschwangau. Insgesamt ist das Schloss sehr beeindruckend und ein Ausflug auf jeden Fall empfehlenswert!

Anschließend fuhren wir nochmal kurz zu dem nahegelegenen Foggensee. Dann besorgten wir uns an der Tankstelle eine Vignette für Österreich (10,50€ für 10 Tage) und fuhren weiter Richtung Süden. Wir entschieden uns dazu die Nacht in Österreich zu verbringen und fuhren einen Stellplatz in Tirol an.

Stellplatz in Tirol umgeben von wunderschöner Landschaft. Die Plätze mit Stromanschluss waren alle belegt. Etwas zu teuer, da wir ganz eng auf einem unebenen Parkplatz standen.

Ort: Trins

Preis: 13€ / Nacht

Gefunden über: App promobil Stellplatz Radar

Tag 3– Gardasee

Ohne einen wirklichen Plan fuhren wir am nächsten Tag einen Campingplatz in Lazise an und versuchten einfach mal unser Glück. Wir waren total überrascht als ein Mitarbeiter des Campingplatzes meinte, wir sollten in sein Golfmobil einsteigen. Mit dem Golfmobil fuhren wir über den (ziemlich großen) Campingplatz und er zeigte uns einen freien Stellplatz.

Foggensee
Gardasee

Nachdem wir unseren Camper richtig platziert hatten, zogen wir uns schnell um, schnappten unsere Badetasche und gingen direkt an den nah gelegenen Gardasee. Wir genossen den entspannten Strandtag. Abends wollten wir am See entlang bis ins Zentrum von Lazise laufen (unser Campingplatz lag etwas außerhalb). Der Spaziergang am See war total schön. Wir schafften es zwar nicht bis Lazise, fanden jedoch direkt am Gardasee ein Restaurant, von wo aus wir während dem Essen sogar den Sonnenuntergang schauen konnten.

Campingplatz „Fossalta Camping“ in Lazise am Gardasee. Campingplatz liegt oberhalb des Gardasees, der See ist über einen (relativ steilen) Weg jedoch gut und schnell zu erreichen. Zentrum von Lazise (laut Google Maps) 3,6 km entfernt, gut zu Fuß oder mit dem Bus erreichbar (Tageskarte Bus für 2,70€). Ein recht großer Campingplatz mit ordentlichen sanitären Anlagen, mit Bar und Restaurant, einem Supermarkt, Spielplatz, Miniclub und verschiedenen Veranstaltungen und Angeboten.

Ort: Lazise (Gardasee)

Preis: 18€ / Nacht mit ACSI Ermäßigungskarte

Gefunden über: ACSI Stellplatzführer

Tag 4 – Gardasee und Zentrum von Lazise

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus ins Zentrum von Lazise. Wir bummelten durch die süßen Gässchen, waren begeistert von den schönen Häuschen und dem kleinen Hafen. Wir setzten uns in ein Café mit direktem Blick auf den Gardasee und genossen einfach den Ausblick. Abends grillten wir auf dem Campingplatz und saßen mit drei Rentnerpärchen noch lange zusammen.

Lazise
Willkommen in Lazise
Hafen von Lazise
Hafen von Lazise

Tag 5 – Baden am Gardasee

Wir starteten ganz gemütlich in den Tag und gingen dann an den Strand. Mittags mieteten wir uns ein Tretboot und verbrachten eine Stunde damit auf dem See. Nach dem Abendessen gingen wir mit unseren Stühlen und einem Getränk nochmal an den See und genossen die Stille und den Ausblick.

Tag 6 – Verona

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus nach Verona (Einzelfahrkarte kostete 3,40 €, Fahrt dauert ca.1 Stunde).

Auf dem Hinweg war ziemlich viel Verkehr, sodass die Fahrt länger als gedacht dauerte. Der Bus hielt direkt vor der Arena. Es standen sehr viele Leute an, um die Arena zu besichtigen. Wir hatten uns im Voraus leider nicht um Online-Tickets gekümmert und keine Lust, uns in die Schlange zu stellen, sodass wir uns mit dem Blick von außen zufriedengaben.

Arena von Verona
Arena von Verona

Auch bei dem „Casa di Giulietta“ standen unzählig viele Menschen an, um in den Hinterhof zu kommen und die Statue von Julia sowie den bekannten Balkon zu sehen. Auch hier wollten wir nicht ewig in der Schlange stehen. Wir gingen also nur an dem Hofeingang vorbei, warfen einen kurzen Blick in den Hinterhof und gingen dann weiter.

Anschließend bummelten wir einfach etwas durch die Stadt, gingen am Fluss entlang und schauten uns auch die weniger touristischen Ecken Veronas an. Auf der Piazza della Erbe schlenderten wir über den Markt und gingen dann zu der mittelalterlichen Burg „Castel San Pietro“. Die Burg kann nur von außen besichtigt werden und ist aufgrund des tollen Ausblicks so bekannt. Der Besuch der Burg ist kostenlos.

Burg Castel San Pietro
Ausblick von der Burg Castel San Pietro

Wir entschieden uns zu Fuß über sehr viele Treppenstufen zur Burg zu gehen. Der Aufstieg war zwar sehr anstrengend, allerdings war der atemberaubende Ausblick auf die Stadt die Mühen wert! Alternativ kann man auch mit einer Standseilbahn nach oben fahren.

Abends kamen wir genau pünktlich zum Sonnenuntergang wieder am Campingplatz an. Daher gingen wir direkt zum Strand und bewunderten den Sonnenuntergang. Den Tag ließen wir bei Live-Musik in der Bar auf dem Campingplatz ausklingen.

Tipp: Wenn ihr Gebäude auch von innen besichtigen möchtet (egal in welcher Stadt), kümmert euch am besten im Voraus um Online-Tickets, so vermeidet ihr lange Warteschlangen.

Tag 7 – Venedig

Morgens ging es für uns früh weiter nach Venedig. Wir fuhren auf einen Campingplatz in Mestre von wo aus wir in kurzer Zeit mit dem Bus nach Venedig fahren konnten.

Venedig
Willkommen in Venedig

In Venedig angekommen, bummelten wir zunächst einfach mal durch die Gassen. Natürlich ließen wir die bekannten Sehenswürdigkeiten der Stadt nicht aus. Wir gingen zur Rialto Brücke – eine Fußgängerbrücke, die über den Canal Grande führt. Die Brücke gehört zu den bekanntesten Bauwerken der Stadt, was sich auch an den Menschenmassen zeigte.

Rialto Brücke
Rialto Brücke

Von dort aus gingen wir zum bekannten Markusplatz mit dem Markusdom und Markusturm. Auch hier waren natürlich viele Menschen unterwegs – viele standen auch an, um den Markusdom zu besichtigen. Wir wollten lieber weiter die Stadt erkunden, anstatt den Tag mit Warten zu verbringen. Nicht weit vom Markusplatz entfernt ist der Dogenpalast.

Markusplatz
Markusplatz

Wenn man noch ein Stück weiter geht, hat man einen guten Blick auf die sogenannte Seufzerbrücke, die den Dogenpalast mit dem neuen Gefängnis verbindet. Anschließend schlenderten wir einfach weiter durch die Gässchen von Venedig. Außerdem machten wir eine Gondelfahrt und gingen abends schön essen, bevor wir erschöpft zurück zum Campingplatz fuhren.

Tipps:

Eine Gondelfahrt ist eine schöne Erfahrung und sollte nach Möglichkeit gemacht werden.
Vor allem wenn man zu zweit ist gibt es verschiedene Optionen, um Geld zu sparen.

Eine Gondelfahrt kostet 80€, egal ob man zu zweit oder zu sechst ist. Daher ist es eine gute Alternative, die Gondel mit anderen (auch fremden Menschen) zu teilen. 

Wir buchten über GetYourGuide eine geteilte Gondelfahrt für 25€ pro Person. Vom Treffpunkt aus lief man mit einer größeren Gruppe länger durch die Stadt, bis man bei den Gondolas ankam. Immer vier bis fünf Personen kamen auf eine Gondel, die Fahrt dauerte fast 30 Minuten. Es ist auf jeden Fall eine gute Option, wenn man Geld sparen möchte und war eine schöne Erfahrung! Außerdem werden in der Stadt auch geteilte Gondelfahrten für 20€ pro Person angeboten (in der Nähe des Royal Gardens).

Campingplatz „Venezia Village“ in Mestre. Super Campingplatz, um Venedig zu besuchen. Nur wenige Gehminuten vom Campingplatz entfernt, befindet sich eine Bushaltestelle von der aus regelmäßig Busse bis nach Venedig fahren (Tickets kosten 1,60€ und sind an der Rezeption erhältlich). Der Campingplatz verfügt zudem über sehr ordentliche und moderne Sanitäranlagen.

Ort: Mestre (Venedig)

Preis: 20€ / Nacht mit ACSI Ermäßigungskarte

Gefunden über: ACSI Stellplatzführer

Tag 8 – Murano, Burano, Torcello

Wusstet ihr, dass über 100 kleine Inseln zu Venedig gehören? Vor allem drei dieser Inseln – Murano, Burano und Torcello – sind bekannt und beliebt bei Touristen. Auch wir wollten die drei Inseln besuchen. Wir fuhren mit dem Bus morgens nach Venedig, von dort kann man die Inseln mit dem Wasserbus (Tagesfahrkarte kostet 20€ pro Person, inklusive der Busfahrt bis Venedig) erreichen.

Von Venedig fuhren wir nach Murano, eine Insel, die vor allem für ihre Glaskunst bekannt ist. Überall verkaufen kleine Lädchen vielfältige Figuren und Kunstwerke aus Glas, es gibt ein Glasmuseum und unzählige Glasbläsereien, die man besichtigen kann. Immer wieder kann man bei der Glasherstellung zuschauen (häufig gegen Gebühr, teilweise kann man auch so einen Blick erhaschen). Wir bummelten einfach ein bisschen durch die Gässchen der Insel und bewunderten die Glaskunstwerke in den Schaufenstern.

Von Murano fuhren wir weiter nach Burano. Die kleine Insel ist bekannt für die vielen bunten Fischerhäuschen und gilt als die bunteste Insel der Welt. Der Besuch der Insel hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die vielen bunten Häuschen sehen einfach toll aus und verleihen der Insel eine besondere Atmosphäre.

Burano
Burano

Torcello, die dritte venezianische Insel, die wir besuchten, ist eine winzige Insel mit viel Grünfläche, auf der nicht viel los ist. Die größte Sehenswürdigkeit der Insel ist die Basilika der Heiligen Maria Assunta mit dem Glockenturm. Allerdings darf man die Basilika mit kurzer Hose oder Top nicht betreten und der Glockentrum war zum Zeitpunkt unseres Besuches gesperrt. Auf der Insel genossen wir einfach mal die Ruhe und Natur, bevor wir mit den Wasserbussen wieder Richtung Venedig fuhren.

Leider gibt es von Torcello keine Direktverbindung nach Venedig, sodass man in Burano umsteigen muss. Je nachdem wo man in Venedig hin möchte, muss man auch dort nochmal umsteigen oder länger zu Fuß gehen. Wir entschieden uns für einen Spaziergang zurück zum Bus und entdeckten nochmal eine andere Ecke Venedigs – eine Art Fußgängerzone, mit vielen Geschäften, Cafés und Restaurants.

Tag 9 – San Mauro Mare

Am nächsten Tag wollten wir unsere Fahrt fortsetzen und weiter Richtung Süden nach Rimini fahren. Unterwegs änderten wir unsere Pläne und hielten in San Mauro Mare, einem Küstenort etwas nördlich von Rimini. Hier verbrachten wir den Tag einfach am Strand und entspannten etwas.

San Mauro Mare
San Mauro Mare

Campingplatz „Camping Green“ in San Mauro Mare. Die sanitären Anlagen waren veraltet und nicht so sauber. Lage ist in Ordnung: Der Strand ist etwa 10 Gehminuten entfernt, allerdings liegt der Campingplatz direkt an Bahngleisen. Für eine Nacht in Ordnung, länger wollten wir nicht bleiben.

Ort: San Mauro Mare

Preis: 18€ / Nacht mit ACSI Ermäßigungskarte

Gefunden über: ACSI Stellplatzführer

Tag 10 – San Marino

Von San Mauro Mare fuhren wir weiter nach San Marino. Wir parkten auf einem kostenfreien Stellplatz und fuhren mit der Bergbahn auf den Berg Monte Tintano. Dort genossen wir den Ausblick, bummelten durch die süßen Gässchen der Altstadt und wanderten zu den drei bekannten Türmen. Wir waren total begeistert von San Marino und verbrachten dort einen richtig schönen Tag.

Ausblick auf San Marino
San Marino

Eigentlich wollten wir die Nacht auf dem kostenlosen Stellplatz verbringen. Allerdings änderte sich mittags das Wetter und laut Wettervorhersage sollte es die nächsten Tage in der Region regnen. Aus diesem Grund änderten wir spontan unsere Pläne, verließen mittags San Marino, um weiter Richtung Süden zu fahren. Die Nacht verbrachten wir auf einem kostenlosen Stellplatz in Fano.

Unsere Reisetipps für euch:

In San Marino werden kaum Steuern erhoben, sodass viele Sachen günstiger sind als in anderen europäischen Ländern. Wer San Marino mit dem Wohnmobil oder Auto besucht, sollte die günstigen Spritpreise ausnutzen und tanken fahren.

Wer die Türme besichtigen möchte, muss Eintritt bezahlen. Wir dachten es wäre schlau, ein Kombikarte zu kaufen. Allerdings können auch mit dem normalen Ticket zwei Türme besucht werden (zum dritten Turm kann man zwar wandern, allerdings kann man diesen nicht besichtigen). Wir hätten gerne noch den Palazzo Publico besichtigt (im Kombiticket enthalten), allerdings war dieser an dem Tag für Besucher gesperrt (darüber sollte man sich am besten im Voraus informieren).

Auch wenn wir nicht auf dem kostenlosen Stellplatz in San Marino übernachteten, können wir diesen nur empfehlen (auch als Parkplatz für den Tag). Der Stellplatz hat eine tolle Lage, ist gut mit dem Wohnmobil zu erreichen und ganz in der Nähe von der Seilbahn. Der Stellplatz ist sehr groß, es waren einige Wohnmobile dort und wir haben uns sicher gefühlt. Adresse: Strada Della Baldasserona (gefunden mit der App Park4Night).

Die Nacht verbrachten wir auf einem kostenlosen Stellplatz in Fano. Dabei handelt es sich um einen Parkplatz in der Stadt, auf dem viele Dauercamper, einige Touristen sowie normale Autos stehen. Wir fühlten uns hier nicht besonders wohl.

Ort: Fano (Viale Kennedy Parking près cimetière)

Preis: kostenlos

Gefunden über: App Park4Night

Tag 11 – Manfredonia

Am nächsten Tag verbrachten wir die meiste Zeit im Auto, denn wir wollten vor dem schlechten Wetter fliehen und weiter in den Süden fahren. Ich war total beeindruckt, wie abwechslungsreich die Landschaft war. Wir waren auf jeden Fall froh, als wir mittags in Manfredonia auf dem Campingplatz ankamen und verbrachten den restlichen Tag am Strand.

Wir verbrachten die Nacht auf dem Campingplatz „Camping Lido Salpi“ in Manfredonia. Traumhafte Lage direkt am (im September fast leeren) Strand. Erschwerte Kommunikation mit dem Besitzer, da dieser kaum Englisch spricht. Die sanitären Anlagen sowie Ver- und Entsorgungsstation im vorderen Teil des Campingplatzes sind sehr herunterkommen. Jedoch gibt es im hinteren Teil bessere Sanitäranlagen.

Ort: Manfredonia

Preis: 14€ / Nacht mit ACSI Ermäßigungskarte

Gefunden über: ACSI Stellplatzführer

Tag 12 – Volturara Irpina

Am nächsten Morgen regnete es, sodass wir ganz gemütlich in den Tag starteten und lange überlegten, wie die Reise weitergehen soll. Ziemlich spontan entschieden wir uns dazu, Richtung Neapel zu fahren und auf der Strecke zu übernachten. Wir fuhren auf den kostenlosen Stellplatz in Volturara Irpina. Wir nutzten den Tag, um Ordnung in den Camper zu bringen, zu putzen, Abwasser zu entleeren und wieder aufzufüllen. Anschließend gingen wir eine Runde spazieren und schauten uns das kleine Örtchen etwas an.

Wir übernachteten auf dem kostenlosen Stellplatz in Volturara Irpina, den wir absolut empfehlen können. Der Stellplatz ist asphaltiert und ziemlich eben. Der Stellplatz bietet sogar eine Ver- und Entsorgungsstation sowie Stromanschluss, was man ebenfalls kostenlos nutzen kann. Das Örtchen ist recht klein, bietet sich aber scheinbar gut für Wanderungen an (das haben wir nur gelesen, nicht selbst ausprobiert). Einziger Nachteil: In der Nachbarschaft bellen einige Hunde, aber das hat uns nachts nicht gestört.

Ort: Volturara Irpina (60 Via Carmine)

Preis: kostenlos

Gefunden über: App Park4Night

Tag 13 – Sorrento

Von Volturara Irpina ging es für uns am nächsten Morgen weiter nach Pompei. Von dem Stellplatz aus waren es nur etwa 80 km bis nach Pompei, allerdings führte uns die mautfreie Strecke durch viele Städte, sodass die Fahrt länger als gedacht dauerte und anstrengend war. In Pompei hatten wir uns einen Campingplatz ausgesucht, wo wir zunächst den Camper abstellten und uns dann auf den Weg zur Touristeninformation machten. Leider handelte es sich dabei nicht um Informationszentren, sondern um Verkaufsstellen. Wir liefen noch kurz durch Pompei und entschieden uns dann, mit dem Zug nach Sorrento zu fahren.

Sorrento ist von Pompei super mit dem Zug zu erreichen. Die Stadt liegt hoch auf den Klippen, sodass man eine wunderschöne Aussicht auf die Amalfiküste hat. Wir schauten uns einfach bisschen die Stadt an und bummelten durch die engen Gässchen des historischen Zentrums der Stadt, wo sich viele kleine, touristische Lädchen aneinanderreihen. Über eine steile Treppe kommt man nach unten an den Hafen, wo es auch verschiedene Badestellen gibt (diese sind jedoch alle eingezäunt und müssen bezahlt werden). Der Ausflug nach Sorrento war auf jeden Fall richtig schön. Abends fuhren wir mit dem Zug zurück zum Campingplatz und grillten noch.

Wir entschieden uns für den Campingplatz „Fortuna Village Pompei“, den wir aufgrund seiner super zentralen Lage weiterempfehlen würden. Der Campingplatz liegt direkt gegenüber der Pompei Ausgrabungsstätte. Ein Supermarkt sowie der Bahnhof sind in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen. Vom Bahnhof aus kann man sehr gut nach Sorrento, Neapel und auf den Vesuv fahren.

Die sanitären Anlagen sind sehr klein und eng (in der Dusche wird alles nass, sodass wir unsere Sachen immer im Müllbeutel mitnahmen). Leider war es auf dem Campingplatz laut und unruhig (ständig wechselnde Gäste, Reinigungskräfte sind die ganze Nacht aktiv, ständig kommen und fahren Autos, Gleise in der Nähe).

Ort: Pompei

Preis: 18€ / Nacht mit ACSI Ermäßigungskarte

Gefunden über: ACSI Stellplatzführer

Tag 14 – Neapel

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Zug nach Neapel. Als wir in Neapel ankamen, fühlten wir uns direkt unwohl – alles war laut, voll, eng, hektisch und dreckig. Selbst in den kleinsten Gassen fuhren Autos, Roller und Fahrräder. Eigentlich dachte ich, dass wir nur in einem „falschen“ Viertel gelandet wären und Neapel auch schöne Ecken habe – aber leider fanden wir diese nicht.

Wir gingen zum Dom, doch auch dort war alles überfüllt, sodass wir direkt weiter gingen. Auch von der Altstadt und der bekannten Krippenstraße waren wir enttäuscht. Wir informierten uns online über weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt und entschieden uns das Castel Sant´ Elmo zu besuchen. Der Besuch war unser Highlight des Tages! Die Festung liegt auf einem Hügel, sodass man von oben einen atemberaubenden Ausblick auf den Golf von Neapel, die Stadt und den Vesuv hat. Wir sind mit der Bergbahn hoch sowie runter gefahren.

Ausblick auf den Vesuv
Ausblick auf den Vesuv
Überfüllte Gassen in Neapel
Überfüllte Gassen in Neapel

Tag 15 – Vesuv und Ausgrabungen Pompei

Wer in der Nähe von Neapel ist, sollte unbedingt auch einen Ausflug zum Vesuv machen. Wir fuhren vom Bahnhof mit dem Bus auf den Vesuv. Ab dem Eingang läuft man etwa 30 Minuten, bis man ganz oben auf dem Vesuv ankommt. Oben angekommen, kann man den Krater zum Teil umrunden und hat einen tollen Ausblick.

Ausblick vom Vesuv
Ausblick vom Vesuv
Krater des Vesuv
Krater des Vesuv

Anschließend sind wir mit dem Bus zurückgefahren und sind kurz zurück zum Campingplatz. Danach ging es für uns zu den Ausgrabungen von Pompei, die direkt bei unserem Campingplatz lagen. Auch hier werden geführte Touren sowie Audio-Guides angeboten, wir entschieden uns jedoch dafür, die Ausgrabungsstätte selbstständig zu erkunden. Der Besuch ist auf jeden Fall sehr beeindruckend.

Pompei

Unsere Reisetipps für euch:

Wir haben uns gegen eine geführte Tour zum Vesuv entschieden und würden das jedem so empfehlen. Es ist nicht nur viel günstiger, sondern man ist auch viel flexibler und kann den Vesuv so lange besuchen, wie man möchte, während man bei der geführten Tour nur eine festgelegte Aufenthaltsdauer auf dem Vulkan hat. Allerdings ist es zwingend erforderlich, sich (am besten einige Tage) im Voraus um Tickets zu kümmern und diese online zu kaufen (was leider etwas kompliziert war).

Die Tickets sind meistens sehr beliebt und schnell ausgebucht, auf dem Vesuv werden keine Tickets verkauft. Außerdem würden wir empfehlen, mit dem Bus auf den Vesuv zu fahren. Wer mit dem Auto oder Wohnmobil hochfahren möchte, muss im Voraus einen Parkplatz buchen.

Für die Ausgrabungsstätte von Pompei haben wir keine Tickets im Voraus gebucht (hier werden häufig 1,50€ mehr verlangt). Zu dem Zeitpunkt unserer Reise (Ende September), war es jedoch auch kein Problem, am Eingang Tickets zu kaufen.

Ab 15:30 Uhr kann man für die Ausgrabungsstätte das Nachmittagsticket kaufen, dieses kostet 10€ statt 16€. Im Sommer ist das Gelände bis 19 Uhr offen, sodass man noch viel Zeit hat. Allerdings schließen einige Häuser früher (ggf. im Voraus informieren). Uns hat die Zeit vollkommen gereicht, jedoch haben wir bei Weitem nicht alles gesehen, da das Gelände wirklich sehr groß ist.

In der Gegend von Neapel gibt es für alle unter 25 Jahren sehr großzügige Rabatte. Beispielsweise kostet das Ticket für die Ausgrabungsstätte 2€ statt regulär 16€. Wer also jünger als 25 Jahre alt ist, sollte dies beim Ticketkauf sagen und einen Ausweis parat haben.

Tag 16 – Rom

Da Rom auf unserer Strecke lag, entschieden wir uns, einen Tag in Rom zu verbringen. Natürlich bietet sich für Rom ein mehrtägiger Aufenthalt an, jedoch haben wir auch an einem Tag sehr viel von der Stadt gesehen. In wenigen Stunden haben wir uns viele Sehenswürdigkeiten der Stadt angeschaut – allerdings jeweils nur von außen.

Wir hatten uns einen Campingplatz etwas außerhalb ausgesucht, von dem aus man gut mit dem Shuttle und Zug in die Stadt kommt. Vom Bahnhof aus gingen wir zunächst zur Engelsbrücke, die über den Tiber zur Engelsburg führt. Wir folgten der Via della Conciliazione bis zum Petersplatz und bestaunten von außen den Petersdom.

Petersplatz und Petersdom
Petersplatz und Petersdom

Nachdem wir einige Bilder gemacht hatten, verließen wir die Vatikanstadt wieder und gingen zum Piazza Navona. Von dort aus gingen wir zum Pantheon und anschließend weiter zum bekannten Trevi-Brunnen.

Fontana di Trevi - der Trevi Brunnen in Rom
Fontana di Trevi – der Trevi Brunnen in Rom

Als nächstes gingen wir zum Piazza Venezia mit dem Nationaldenkmal für Viktor Emanuel II. Ganz in der Nähe befindet sich der Kapitolsplatz sowie das Forum Romanum, das man von oben gut sehen kann. Wir gingen weiter bis zum bekannten Kolosseum, welches wir ebenfalls nur von außen bewunderten.

Kolosseum in Rom
Kolosseum in Rom

Damit hatten wir bereits die meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt gesehen, sodass wir einfach ein bisschen durch die Stadt bummelten und uns auf den Weg zu der Spanischen Treppe bei der Piazza di Spagna machten. Dort war leider viel los und einige Straßenverkäufer versuchten ihr Glück, was wir als sehr lästig wahrnahmen. Zuletzt ging es für uns zum Piazza del Popolo, der ganz in der Nähe des Bahnhofes Flaminio liegt, von wo aus wir mit dem Bus zurück zum Campingplatz fuhren.

Unsere Tipps für euch:

Wir möchten euch eine ganz tolle Webseite empfehlen, die uns bei der Planung unseres Aufenthaltes in Rom sehr geholfen hat. Ihr findet hier alles über die Sehenswürdigkeiten in Rom, viele Tipps und verschiedene Optionen für den Städtetrip. Wir haben uns an der vorgeschlagenen Route „Rom zu Fuß erkunden“ orientiert und nur die Reihenfolge der Sehenswürdigkeiten verändert. Hier findet ihr dazu alle Infos.

Falls ihr Sehenswürdigkeiten besichtigen wollt, kümmert euch am besten im Voraus um Tickets.

Und unser Fazit:

Rom in einem Tag ist möglich und absolut empfehlenswert, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen. Mich hat die Stadt total begeistert und ich bin froh, dass wir einen Stopp in Rom eingeplant haben.

Wir verbrachten eine Nacht auf dem Campingplatz „Happy Village & Camping Roma“, um von dort Rom zu besuchen. Der Campingplatz bietet einen kostenfreien Shuttleservice zum Bahnhof, von wo aus man in etwa 20 Minuten nach Rom fahren kann. Leider fährt der Shuttle nur zu bestimmten Zeiten, sodass man etwas eingeschränkt ist.

Ort: Rom

Preis: 18€ / Nacht mit ACSI Ermäßigungskarte

Gefunden über: ACSI Stellplatzführer

Tag 17 – Siena

Am nächsten Tag ging es für uns Richtung Toskana. Auf dem Weg stoppten wir an dem „Viewpoint on Agriturismo Baccoleno“ und machten einige Fotos, bevor wir nach Siena fuhren.

Aussichtspunkt
Aussichtspunkt

Dort parkten wir auf einem kostenfreien Parkplatz (Strada di Pescaia) und gingen zu Fuß ins Zentrum. Nach dem langen Tag in Rom hatten wir nicht wirklich Lust auf die nächste Städtetour und spazierten nur gemütlich durch die Stadt.

Siena
Siena

Wir schauten uns von außen die Kathedrale von Siena, Piazza del Campo, Torrel del Mangia und Palazzo Pubblico an. Dann ging es für uns auch schon wieder zurück zum Camper. Wir fuhren weiter bis Greve in Chainti, wo wir auf einem kostenlosen Stellplatz die Nacht verbrachten.

Kathedrale von Siena
Kathedrale von Siena

Kostenloser Stellplatz in Greve In Chianti. Für eine Nacht vollkommen in Ordnung.

Ort: Greve In Chianti, 75 Via Montebeni

Preis: kostenlos

Gefunden über: App Park4Night

Tag 18 – Florenz

Wir fuhren morgens früh los auf einen Campingplatz in der Nähe von Florenz. Wir hatten noch einiges zu erledigen, bevor wir mit dem Bus in die Stadt fahren wollten. Leider funktionierte nicht alles nach Plan: Zunächst fuhr der Bus an uns vorbei, da wir auf der falschen Seite standen und der nächste Bus fuhr nicht bis Florenz, sondern endete irgendwo in einem kleinen Örtchen.

Als wir endlich in Florenz ankamen, schauten wir uns die bekanntesten Sehenswürdigkeiten an und bummelten durch die Stadt. Zunächst gingen wir zu der Kathedrale von Florenz.

Kathedrale von Florenz
Kathedrale von Florenz

Nachdem wir einige Fotos gemacht hatten, gingen wir weiter zur Franziskanerkirche Santa Croce. Anschließend gingen wir zur Piazza della Signoria an der der Palazzo Vecchio, das heutige Rathaus von Florenz, steht. Die Uffizien schauten wir uns nur von Weitem an und gingen weiter zur weltbekannten Brücke, der Ponte Vecchio.

Ponte Vecchio
Ponte Vecchio

Wir gingen über die Brücke und bewunderten die Schmuckstücke in den Schaufenstern. Auf der anderen Flussseite schauten wir uns den Palazzo Pitti kurz an und machten uns dann auf den Weg zum Piazzale Michelangelo. Von diesem Aussichtspunkt hat man einen tollen Ausblick auf die Stadt.

Florenz Aussicht
Florenz Aussicht

Auf dem Rückweg gingen wir am Flussufer entlang, an der Ponte Vecchio vorbei und gingen über die Ponte Santa Trinita. Von dieser Brücke aus hat man einen tollen Blick auf die Ponte Vecchio. Von dort aus bummelten wir durch die Einkaufsstraße Via de´ Tornabuoni, in der vor allem teure Modeboutiquen zu finden sind. Anschließend schauten wir uns kurz die Santa Maria Novella von außen an und machten uns auf dem Weg zum Mercado Centrale. Dabei handelt es sich um eine Markthalle für lokale Erzeugnisse.

Rund um das Marktgebäude waren verschiedene Marktstände aufgebaut. Wir schlenderten einmal um das Gebäude herum und schauten uns die Stände an, die hauptsächlich Lederwaren verkauften. Von dort aus liefen wir zum Bahnhof. Zum Glück hatten wir dafür genug Zeit eingeplant, denn es war nicht so einfach die richtige Bushaltestelle zu finden (diese befand sich in einer großen Halle).

Wir verbrachten eine Nacht auf dem Campingplatz „Camp. Village Il Poggetto“ in Troghi, um von dort Florenz zu besuchen. Auf dem Campingplatz gibt es schöne Stellplätze und ordentliche Sanitäranlagen. Vom Campingplatz aus gibt es eine Busverbindung nach Florenz (Fahrtzeit ca. 1 Stunde). Allerdings ist die Verbindung etwas kompliziert, da die Haltestellen nur schwierig zu finden sind und nicht alle Busse bis ins Zentrum fahren.

Ort: Troghi (bei Florenz)

Preis: 18€ / Nacht mit ACSI Ermäßigungskarte Gefunden über: ACSI Stellplatzführer

Tag 19 – Pisa und Marina di Massa

Planmäßig wollten wir nach Déiva Marina fahren und auf dem Weg einen Zwischenstopp in Pisa einlegen. Im Voraus hatten wir uns online nach Camper-Parkplätzen bzw. Stellplätzen in Pisa erkundigt. In den Bewertungen stand immer wieder, dass in Wohnmobile eingebrochen oder diese sogar komplett geklaut wurden. Trotzdem wollten wir kurz in Pisa halten.

In Pisa angekommen waren wir direkt genervt vom Stadtverkehr und fanden den Parkplatz, den wir uns im Voraus online rausgesucht hatten, nicht. Wir fuhren einige Runden, waren so gestresst und verzweifelt, dass wir die Stadt fast sofort wieder verlassen hätten. Dann entschieden wir uns dazu, den Camper kurz abzustellen und uns den Schiefen Turm von Pisa anzuschauen.

Schiefer Turm von Pisa
Schiefer Turm von Pisa

Schnellen Schrittes gingen wir zum Schiefen Turm. Wir bewunderten das bekannte Bauwerk, machten einige Fotos und beeilten uns, um wieder zurück zum Camper zu kommen. Wir waren nur eine halbe Stunde unterwegs und froh, als wir zurück am unbeschädigten Camper waren. Von Pisa aus fuhren wir an der Küste entlang Richtung Déiva Marina.

Wir fuhren an einigen Campingplätzen vorbei und entschieden uns spontan dazu, einen Zwischenstopp in Marina di Massa einzulegen. Dort verbrachten wir den restlichen Tag am Strand und entspannten.

In Marina di Massa waren wir auf dem Campingplatz „Camping Partaccia 1“. An dem Campingplatz hat uns vor allem die Lage gut gefallen. Man muss nur die Hauptstraße überqueren und ist in wenigen Minuten am Meer. Ansonsten war der Campingplatz in Ordnung, aber nichts Besonderes.

Ort: Marina di Massa

Preis: 18€/ Nacht mit ACSI Ermäßigungskarte

Gefunden über: ACSI Stellplatzführer

Tag 20 – Marina di Massa

Am nächsten Morgen starteten wir ganz gemütlich in den Tag. Nach einer Grundreinigung des Campers gingen wir an den Strand, wo wir den restlichen Tag verbrachten.
Abends holten wir uns in der Pizzeria auf dem Campingplatz zwei Pizzen und aßen diese am Strand

Tag 21 – Déiva Marina

Nach der kurzen, sehr wohltuenden Auszeit am Meer ging es für uns nach Déiva Marina. Unterwegs schüttete es heftig. Wir waren froh, als wir auf dem Campingplatz in Déiva Marina ankamen. Allerdings waren alle regulären Stellplätze belegt, sodass wir weiter zu einem anderen Campingplatz fuhren. Dieser war zwar etwas teurer, befand sich allerdings in Strandnähe.

Wir suchten uns einen Stellplatz aus, stellten den Camper ab und gingen direkt zum Strand. Anschließend schauten wir uns das kleine Örtchen an. Immer mal wieder fing es an zu regnen. Als es heftiger zu regnen anfing, setzten wir uns in eine Strandbar und beobachteten von dort das Gewitter.

Gegen Abend wurde das Wetter plötzlich wieder schöner und die Sonne kam sogar nochmal raus. Wir nutzten das schöne Wetter natürlich aus und gingen am Strand spazieren und schauten uns den Sonnenuntergang an.

Deiva Marina
Deiva Marina

Wir fuhren auf den Campingplatz „Camping Fornaci al mare“ in Déiva Marina. Es ist ein sehr zentraler Campingplatz. In wenigen Minuten ist man am Strand, in Geschäften sowie am Bahnhof. Der Campingplatz eignet sich daher sowohl für eine Auszeit am Strand als auch für einen Ausflug zu den Cinque Terre. Leider haben uns die sanitären Anlagen nicht gefallen. Außerdem sind die meisten Stellplätze sehr eng, sodass man zum Ein- und Ausparken die Hilfe des Campingplatzbesitzers benötigt. Dieser ist sehr hilfsbereit und packt gerne mit an.

Ort: Déiva Marina

Preis: 30€/ Nacht

Gefunden über: App Park4Night

Tag 22 – Cinque Terre

Für den nächsten Tag hatten wir einen Ausflug zu den Cinque Terre geplant. Wir fuhren mit dem Zug nach Levanto. Dort kauften wir die Cinque Terre Card und fuhren weiter bis nach Riomaggiore. Wir schauten uns kurz das kleine Örtchen an und gingen zum Hafen, von wo aus man einen tollen Ausblick auf das Dorf mit seinen bunten Häusern hat.

Riomaggiore
Riomaggiore

Mit dem Zug fuhren wir weiter nach Manerola. Wir gingen kurz durch das Ort und machten uns auf den Weg zum Meer. Wir liefen einen Weg an der Küste entlang und genossen den wunderschönen Ausblick.

Manarola
Manarola

Als nächstes fuhren wir nach Corniglia, das einzige der fünf Orte, das nicht an der Küste liegt. Man kann das Zentrum entweder mit einem Shuttlebus oder zu Fuß erreichen. Wir entschieden uns für die zweite Variante und nahmen die etwa 380 Treppenstufen. Das Ort selbst besteht aus süßen, engen Gassen und bietet einen Aussichtspunkt, von dem aus man auf Manerola blickt. Allerdings war der Ausblick von den Treppenstufen sehr ähnlich und ebenfalls sehr beeindruckend.

Blick auf Vernazza
Blick auf Vernazza während unserer Wanderung

In Vernazza gingen wir direkt zum Hafen und genossen den Ausblick. Von dort aus nahmen wir nicht den Zug, sondern wanderten nach Monterosso, dem fünften der Dörfer. Die Wanderung war anstrengend, jedoch sehr schön und absolut empfehlenswert! Unterwegs hat man immer wieder eine tolle Aussicht auf die umliegenden Dörfer und das Meer. Als wir in Monterosso ankamen war es bereits recht spät, sodass wir nur noch kurz an der Strandpromenade entlang gingen und dann mit dem Zug zurück nach Déiva Marina fuhren.

Reisetipp:

Für alle, die (wie wir) alle fünf Orte besuchen und auch wandern möchten, lohnt sich die „Cinque Terre Zug Karte“. Mit dieser Karte kann man zwischen Levanto, Cinque Terre und La Spezia mit dem Zug fahren, die Wanderwege nutzen und hat weitere Ermäßigungen und Vorteile. Wir haben im September 2021 16€ pro Erwachsenen für die Kombikarte bezahlt.

Normalerweise kann die Cinque Terre Card online gekauft werden, was vor allem für Touristen, die in Déiva Marina übernachten, sinnvoll ist. Probiert das vorher unbedingt aus, bei uns war es jedoch leider nicht möglich. Daher mussten wir in Levanto aussteigen und die Karte dort holen. Achtung: Auch mit der Cinque Terre Card müsst ihr eine Fahrkarte für die Strecke von Déiva Marina bis Levanto kaufen.

Tag 23 und 24 – Gardasee

Nach den vielen erlebnisreichen, jedoch teilweise auch anstrengenden Tagen, entschieden wir uns dazu, die letzten Tage ganz entspannt am Gardasee zu verbringen. Die Fahrt dorthin war sehr anstrengend und kompliziert (wir hatten uns für die Route ohne Maut entschieden). Umso glücklicher waren wir, als wir in Manerba del Garda ankamen und einen schönen Campingplatz, mit traumhaftem Stellplatz direkt am See fanden. Wir zogen uns schnell um, legten uns an den Strand und entspannten. Wir genossen den Tag, das Wetter und das Nichts-Tun in vollen Zügen!

Die zwei letzten Nächte in Italien verbrachten wir auf dem Campingplatz „Camping Belvedere“ in Manerba del Garda. Wir hatten riesiges Glück und bekamen einen Stellplatz direkt am See mit eigenem Strandzugang – ein absoluter Traum!

Ort: Manerba del Garda

Preis: 18€ / Nacht mit ACSI Ermäßigungskarte

Gefunden über: ACSI Stellplatzführer

Am nächsten Tag gingen wir zu Fuß nach San Felice und besuchten dort den Markt. Leider handelte es sich um einen sehr kleinen Markt mit nur wenigen Ständen. Es war jedoch ein schöner Spaziergang.
Mittags legten wir uns wieder an den Strand und entspannten. Abends grillten wir – mit wunderschönem Ausblick – auf dem Campingplatz und gingen nochmal eine Runde am See spazieren. Es war ein wunderschöner, letzter Tag!

Gardasee
Gardasee
Grillen am Gardasee
Grillen am Gardasee

Tag 25 und 26 – Heimreise

Am nächsten Tag ging es wieder zurück nach Deutschland. Wir packten morgens alles zusammen, gingen ein letztes Mal in Italien einkaufen und verbrachten den restlichen Tag mit Fahren. Abends aßen wir kurz an einer Raststätte und fuhren dann fast bis nach Hause – allerdings nur fast, denn wir wollten die letzte Nacht nochmal nutzen und im Camper schlafen.

Wir suchten uns einen Stellplatz raus, der nur 30km von unserem Zuhause entfernt war und eine Ver- und Entsorgungsstation hatte. Für uns war das so am praktischsten, denn wir konnten uns am nächsten Morgen um die Ver- und Entsorgung kümmern und benötigten nicht mehr viel Zeit für die Fahrt. Zuhause angekommen luden wir den Camper aus und reinigten diesen. Anschließend brachten wir den Camper – schweren Herzens – zurück zur Vermietung.

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