Grampians Reisebericht – von Marlena Frei

Landschaft im Boroka Lookout

Im Mai wurde mir bewusst, dass ich nur noch wenige Wochen in Melbourne verbringen würde und noch einiges unternehmen wollte. Aus diesem Grund wollte ich am 15.05 mit einer Freundin zu den Grampians, dem bekannten Gebirge ganz in der Nähe Melbournes, fahren. Durch Zufall hatten wir über Facebook ein billiges Angebot gefunden.

Sonntagsmorgens sollte um 8.00 Uhr Abfahrt sein. Wir brauchten über 3,5 Stunden bis wir bei unserem ersten Ziel dem Lake Bellfield anhielten, wo wir Zeit hatten zu picknicken.
Danach ging es mit dem Bus zum Boroka Lookout, wo man eine schöne Sicht auf das Tal und den See hatte.

Boroka Lookout
Boroka Lookout
Boroka Lookout - Ein Selfie
Boroka Lookout – Ein Selfie

Doch dort hielten wir nur kurz an, bevor es zu den bekannten McKenzie Falls ging. Dieser Wasserfall ist der größte in Victoria. Ein 500 Meter langer Weg und viele Treppenstufen führten in die Tiefe, bis man am Ende des Wasserfalls stand. Es war ein schöner Ort, an dem man auch einfach dem Rauschen des Wassers zuhören und entspannen konnte.

McKenzie Falls
McKenzie Falls
Wir am Wasserfall
Wir am Wasserfall

Nachdem alle wieder zurück beim Bus waren, fuhren wir zu dem Reeds Lookout, von dem man einen 1 Kilometer langen Weg zu den bekannten „Balconies“ gehen konnte. Dieses sind spektakuläre Felsüberhänge, die besonders bekannt durch Facebook und Instagram wurden (zumindest scheint es so). Denn jeder Freund des Abenteuers und Risikos, oder auch Menschen, die für ein Foto alles tun würden, klettern auf diese Felsen um ein besonderes Foto zu bekommen. Dieser Ort ist auch als Mouth of Death bekannt.

Reeds Lookout
Reeds Lookout

Wir wurden ausdrücklich davor gewarnt, denn es sei illegal dort hin zu klettern. Für mich war ein solches Foto gar nicht nötig. Ich genoss einfach die Aussicht und machte ein paar Fotos von der Umgebung.

Balconies
Balconies
The Balconies
The Balconies

Man musste sich ziemlich beeilen, um zurück zum Bus zu kommen, da die Zeit knapp bemessen war. Mich ärgerte es, dass wir 30 Minuten lang auf zwei Mitreisende warten mussten, die das mit der Zeit scheinbar nicht so genau nahmen.

Letzter Stopp war in Halls Gap, ein touristischer Ort im Grampians National Park. Dort saßen auf einer großen Wiese eine Gruppe zutraulicher Kängurus. Doch nachdem 100 Leute wie verrückt zu den Kängurus rannten, um ein schönes Foto zu bekommen, waren kurz später keine Kängurus mehr zu sehen. Dann ging es also wieder Richtung Melbourne. Unterwegs wurde nur noch ein kurzer Stopp bei McDonald´s gemacht, wo jeder sich etwas zum Abendessen kaufen konnte.

Emu
Emu

Insgesamt war es ein schöner, jedoch auch anstrengender Tag. Wir hatten Glück mit dem Wetter und haben tolle Orte gesehen. Allerdings muss ich sagen, dass ich mir unter den Grampians noch mehr vorgestellt hatte.

Bildquellen: © Marlena Frei

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