Reisebericht: Brasilien – Petra und Maik

Ausgangspunkt und Start des Reiseberichts aus Brasilien: Recife

Brasilien, der fünftgrößte Staat der Welt ist immer eine Reise wert. Seinen Namen hat das Land vom portugiesischen Namen Pau-brasil, einem Brasilholz-Baumes. Brasa heißt im portugiesischen „glühende Kohlen“ oder „Glut“ und kommt davon, dass der Brasilholz-Baum, wenn geschnitten wird, rot leuchtet. Aber diese Info nur mal kurz vorab, denn nicht nur die Namensgebung des Landes ist interessant, Brasilien hat viel zu bieten und mit nur einem Urlaub kann man die ganze Vielfalt des Landes nicht erleben.

Mit dem Mietwagen der Küste entlang

Bunte Fasaden in Olinda - © Tina Kayser / pixelio.de
Bunte Fasaden in Olinda – © Tina Kayser / pixelio.de

Mein Mann und ich waren 3 Wochen lang in Brasilien unterwegs. Wir erwarteten Sonne, Strand und natürlich auch ein interessantes Großstadtleben. Wir entschlossen uns dazu, am Flughafen einen Mietwagen zu nehmen. Denn trotz des guten öffentlichen Nahverkehrs, ist man mit dem eigenen Fahrzeug deutlich flexibler. Die ersten acht Tage unseres dreiwöchigen Aufenthaltes führten uns entlang der Küste. Wir starteten in Recife und fuhren die Küste entlang Richtung Salvador. Schon in den ersten Tagen durften wir viele Erfahrungen und Erlebnisse sammeln, die wir sicher unser Leben lang nicht mehr vergessen werden. Wie gesagt, gestartet sind wir in Recife und Olinda. In diesen Orten wurden die ersten vier Nächte eingeplant. Unvergesslich bleibt uns dabei dieses besondere Freiheits- und Lebensgefühl oben auf dem Berg vor der Kirche Rosario dos Pretos. Allein Olinda besitzt etwa 365 Kirchen, aber die Rosario dos Pretos gehört sicherlich zu den „must see“. Vom Hügel aus erlebt man einen faszinierenden Ausblick über die Skyline Recifes und das Meer. Mit einem kühlen Skol Bier und dazu ein Tapioca lässt sich der Ausblick noch kulinarisch verfeinern. Tapioca ist eine typisch brasilianische Spezialität, sie schmeckt süß und ist eine Fingerfood Zwischenmahlzeit. Natürlich bietet gerade der Sonnenuntergang eine absolut schöne Kulisse. Neben den vielen Klöstern und Kirchen bietet das Kolonialstädtchen aber auch eine Vielfalt an Handwerk, Kunst und Musik. Wir haben uns abends mit einem Bier zu der Menschenmenge auf der Straße gesellt. Verführt von der Live Musik legten mein Mann und ich noch ein paar Tanzrunden hin und betrachteten auch die Darbietungen der heimischen Künstler. Hier dürfte es sicher niemandem langweilig werden.

Sonnenuntergang Brasilien

Religiöse Bänder an einer Kirche in Salvador de Bahia.
Religiöse Bänder an einer Kirche in Salvador da Bahia.

Unser Roadtrip ging von Recife weiter Richtung Porto de Galinhas. Nach nur etwa 60 Kilometer waren wir in diesem kleinen Städtchen angekommen. Obwohl hier viele Touristen waren, versprüht Galinhas eine gewisse Gemütlichkeit und einen besonderen Charme. Gerade auch was die Auswahl an Bars, Restaurants und Ausflüge betrifft, hat die Stadt einiges zu bieten. Etwas abgelegen der Stadt kann man wunderbar im Meer schnorcheln. Eigentlich wären wir hier gerne länger geblieben, doch wir fuhren, wie geplant, weiter Richtung Maceio. Auf dem Weg in diese Großstadt konnten wir viele schöne Strände entdecken. Weiße Strände, kristallklares Wasser, menschenleere und Kokospalmen zaubern ein besonderes Idyll. Gerade die Strände Maragogi, Japaratinga und Tamandare haben es uns besonders angetan. Das nächste Highlight erlebten wir in Penedo. Das ursprüngliche Städtchen befindet sich unmittelbar am Fluss Sao Franciso und hat uns mit seinen sehr alten Kolonialbauten fasziniert. Von hier aus ging unsere weitere Fahrt nach Praia do Forte. Dieser Weg war allerdings schon etwas lang, obwohl er durch die Vielfalt der Natur wiederum einmalig war. Neben meterhohen Dünen sieht man hier auch idyllische Lagunen. Immer wieder fährt man durch kleine Dörfer, die einen kleinen Einblick in den Alltag der Brasilianer bieten und zwar abseits von Touristenhochburgen und Großstädten.

Zu Besuch in Salvador

Blick über Salvador da Bahia.
Blick über Salvador da Bahia.

Die letzten Tage waren wir in Salvador da Bahia. Diese Großstadt hebt sich von anderen Großstädten Brasiliens deutlich ab. Was man hier erlebt, spürt und sieht, ist kaum in Worte zu fassen. Fast unrealistisch sind die Eindrücke die wir von hier mitnehmen. Man spürt irgendwie die Vergangenheit des Sklavenhandels. Die Stadt wirkt, geprägt von der schwarzen Kultur irgendwie laut und chaotisch. Salvador ist die schwärzeste Stadt Brasiliens. Hier leben auch die meisten Einwohner mit afrikanischer Abstammung. Die ehemalige Kolonialstadt war bis 1763 Hauptstadt Brasiliens. Kulturell ist die Stadt absolut sehenswert, aber die Lautstärke der Stadt muss man mögen. Mein Mann und ich reisen viel und wir konnten schon viel über fremde Kulturen und Städte kennenlernen. Aber diese Stadt hat es geschafft, uns an unsere Grenzen zu bringen. Die Eindrücke haben uns schlichtweg überfordert. Zum einen haben wir Salvador lieben gelernt, dennoch war der Aufenthalt dort auch sehr anstrengend. Aber sie ist halt auch ein Teil Brasiliens. Wir werden das Land sicher noch mehrmals besuchen.

Bildquellen: © Pixabay.com

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