Auswandern nach Kanada – Tipps für die Visum-Beantragung

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Tausend Deutsche entschließen sich Jahr für Jahr dazu, das Land zu verlassen und neu anzufangen. Eines der beliebtesten Ziele für Auswanderer ist Kanada. Innerhalb der letzten zehn Jahre haben über 35.000 Deutsche dort ein neues Leben begonnen. Aber zum Auswandern gehören bürokratische Hürden dazu. Auch in Kanada benötigt man ein Visum, um dort leben zu können. Welche Tipps es für den Erwerb des Visums gibt, erfahren Sie hier.

Was ist vorab zu beachten?

Wichtig ist vorab die Feststellung, dass Einwanderer keine Gefahren für das Land darstellen. Aus diesem Grund wird vorab geprüft, in welcher gesundheitlichen Verfassung sich die Personen befinden. Wer Probleme mit seiner persönlichen Gesundheit hat, dem kann unter Umständen die Einreise verboten werden. Grund dafür sind Bedenken, dass diese Einwanderer das Gesundheits- und Sozialsystem Kanadas zu stark belasten. Auch Straftäter, die in Deutschland für schwere Verbrechen verurteilt wurden, haben schlechte bis gar keine Chancen.

Ohne Visum ist es erlaubt, sich bis zu sechs Monaten in Kanada aufzuhalten. Dieser Zeitraum bietet sich an, um das Land genauer zu erkunden und sich, wenn möglich, nach einer zukünftigen Arbeitsstelle umzusehen.

Der Antrag auf ein dauerhaftes, kanadisches Visum gliedert sich in Verschiedene Kategorien:

„Skilled Worker“

Ein Skilled Worker Visum wurde für besonders beliebte Berufe eingeführt. Hierfür benötigt man eine abgeschlossene Berufsausbildung und einige Jahre an Berufserfahrung. Auch Englisch- und Französischkenntnisse sind Voraussetzung. Diese und weitere Faktoren werden anhand eines Punktsystems ausgewertet. Wer über die Mindestanzahl der nötigen Punkte kommt, der darf einreisen.

„Business Class“

Um die Wirtschaft Kanadas zu verbessern, wurde diese Kategorie eingeführt. Unternehmen, Investoren und Selbstständige können diese Art der Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Das Visum in dieser Kategorie ist deutlich leichter zu bekommen, als das Skilled Worker Visum.

Für Skilled Work und Business Class Visa muss ein persönliches Interview in der Kanadischen Botschaft geführt werden, damit sichergestellt werden kann, dass ausreichende Sprachkenntnisse vorhanden sind.

Auswandern mit Familie

Wer mit Familienangehörigen auswandert, muss für alle Beteiligten ein Visum beantragen. Einfacher geht das, wenn bereits Angehörige in Kanada leben. In diesem Fall benötigt man das sogenannte Family Class Visum. Hier muss der Angehörige, der bereits im Land ist, für die Auswanderer bürgen, und sie solange versorgen, bis sie auf eigenen Beinen stehen.

Tipps für eine erfolgreiche Einreise

Wer ein dauerhaftes Visum beantragen möchte, sollte dies frühzeitig tun. Nach der Antragstellung kann es zwischen 6 und 21 Monate dauern, bis der Aufenthalt genehmigt wird. Für den Antrag ist es wichtig, alle nötigen Unterlagen parat zu haben. Je mehr Dokumente fehlen, umso mehr Zeit wird benötigt. Abgesehen von dem Antragsformular werden ein polizeiliches Führungszeugnis und ein ärztliches Attest benötigt.

Um die gesundheitlichen Voraussetzungen zu erfüllen, es ist wichtig, vorab mit dem Hausarzt zu sprechen und alle überfälligen Impfungen nachzuholen. Besonders empfehlenswert ist hierbei die Impfung gegen Hepatitis B. (Auch wichtig ist, dass die ersten drei Monate des Aufenthalts eine Krankenversicherung für das Ausland vorhanden ist, da Einwanderer erst nach drei Monaten gesetzlich in Kanada versichert sind.)

Eine wichtige Rolle spielt auch die Gegend, in die man einwandern möchte. Denn je nach Provinz gelten unterschiedliche Einwanderungsprogramme. In einigen Provinzen ist es möglich, als Hilfsarbeiter oder Arbeiter mit kürzerer Ausbildungszeit einzuwandern.

Vorsicht: In der Provinz Quebec gelten die bundesstaatlichen Einwanderungsprogramme nicht.

Um sich vor Betrügern zu schützen muss das Visum bei zertifizierten Behörden oder direkt bei der Botschaft angefordert werden. Die Kosten sind an allen Stellen gleich hoch. Weitere Informationen zur Beantragung findet man auf visasunited.de.

Wer sich schlussendlich dazu entschließt, nach Kanada auszuwandern, der muss an einen frühen Visaantrag denken. Es muss die passende Kategorie gefunden werden und der passende Antrag gewissenhaft ausgefüllt werden. (Fremdwörter nachschlagen, etc.) Wer jetzt noch in guter gesundheitlicher Verfassung ist, und sich in Deutschland noch nichts hat zu Schulden kommen lassen, dem steht eine erfolgreiche Einreise nach Kanada nichts mehr im Weg.

Hinweis: Hier finden Sie Tipps für das Auswandern in die USA.

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