Ausflugstipp: Arches-National-Park

Reisetipps zum Arches-Nationalpark sowie seinem Wahrzeichen dem Delicate Arch.

Ausflug in den Arches-Nationalpark in Utah / USA. © pixabay.com

Ausflug in den Arches-Nationalpark in Utah / USA. © pixabay.com

Im Osten der Colorado-Hochebene, im amerikanischen Bundesstaat Utah, liegt der Arches-Nationalpark in einer Höhe von 1.400 bis 1.800 Metern. Mit über 2.000 größeren natürlichen Steinbögen (englisch: arches), imposanten Säulen und bizarren Felsformationen bietet der Nationalpark einen eindrucksvollen Anblick, der jeden in seinen Bann schlägt und entweder wandernd, reitend oder im Jeep erschlossen werden kann.

Die Wüste lebt: Flora und Fauna im Arches-Nationalpark

Im Nationalpark herrscht ein wüstenähnliches Klima mit heißen Tagen und kalten Nächten, das natürlich auch die Tier- und Pflanzenwelt des Colorado-Plateaus beeinflusst. Die meisten der im Arches-Nationalpark lebenden Tiere sind wegen der hohen Temperaturen nachtaktiv, hierzu zählen Dachse, nordamerikanische Katzenfretts, Kojoten, Maultierhirsche, Rotfüchse und -luchse sowie Stachelschweine. Tagsüber kann man auch Erd- und Streifenhörnchen, Echsen und Schlangen und Wüstenhasen begegnen. Wesentlich zahlreicher als die am Boden lebenden Tiere sind Vögel wie beispielsweise Truthahngeier und Savannensperlinge.


Die Pflanzenwelt hat sich auf unterschiedliche Weise an die klimatischen Bedingungen angepasst, so dass sich im Arches-Nationalpark Bereiche mit unterschiedlicher Vegetation finden. Ungefähr die Hälfte der Fläche ist spärlich beziehungsweise gar nicht bewachsen und von Moosen und Flechten besetzt. Das restliche Areal ist mit Gräsern und Büschen oder Bäumen bewachsen. Reines Grasland nimmt dabei eine Fläche von 10 %, Waldland eine von rund 40 % ein.

Aushöhlung: Entstehung des Arche-Parks

Beeindruckende Felslandschaften im Archepark.

Beeindruckende Felslandschaften im Archepark.

Die große Dichte an Steinbögen im Arches-Nationalpark ist auf die Geologie der Region zurückzuführen. Den Ursprung des Nationalparkareals bildet das Paradox Basin, ein mit Salzwasser gefülltes Becken, das über mehrere Jahrhundertausende immer wieder durch Verdunstung ausgetrocknet und wieder aufgefüllt worden sein muss. Die daraus resultierende Salzschicht ist von Schichten aus Sandstein, Kies und Kalkstein überlagert, die unter anderem aus Flussablagerungen und Wüstensand bestehen. Angehoben wurde das Colorado-Plateau durch tektonische Einflüsse.

Der immense Druck der oben liegenden Schichten auf die Salzschicht hat im Lauf der Jahre zur Bildung eines breiten Salzstocks geführt, durch dessen Aufwölbung die darüber liegende Sandsteinschicht verformt und aufgespalten wurde. Den Rest erledigte die Erosion: Die Risse zwischen den Schichten wurden immer breiter, bis schließlich parallel verlaufende Lamellen entstanden, die im weiteren Verlauf zerbröckelten, wobei in einigen Fällen die Bögen und bizarre Formen entstanden, die das Bild des Arches-Nationalparks prägen.

„Must-sees“: die wichtigste Arches

Der Delicate Arch - das weltbekannte Wahrzeichen Utahs. © pixabay.com

Der Delicate Arch – das weltbekannte Wahrzeichen Utahs. © pixabay.com

Der Arches-Nationalpark kann über die Parkstraße erkundet werden, die an den wichtigsten Steinsäulen und -formationen vorbeiführt. Dazu zählen auf einer ersten Etappe unter anderem die Courthouse Towers, eine Gruppe von Monolithen, die Menschen, Tieren oder Schiffen ähneln, und der gewaltige Balanced Rock auf seinem schmalen „Hals“. Anschließend sind Abstecher über Seitenstraßen möglich: einmal zur Windows Section mit ihren großen Steinbögen und außerdem zur Wolfe Cabin und dem bekannten Declicate Arch. Auf der Parkstraße selbst geht es weiter zum Fiery Furnace, einem Irrgarten aus empfindlichen Felsstrukturen, und zum Devils Garden, dem Gebiet mit den meisten Steinbögen, darunter der elegante Landscape Arch.

Es ist möglich, den Park entweder zu erwandern, zu „erreiten“ oder motorisiert zu erfahren, wobei für einige Gebiete im Hinterland eine Anmeldung notwendig bzw. für das Fiery Furnace sogar eine Genehmigung notwendig ist. Viele Felsformationen dürfen erklettert werden, ausgenommen sind solche mit eigenem Namen und einige weitere.

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Reiseinformationen
Robin

  Der Flug Lan Chile LA 150 von Santiago ins 1.000 Km nördlich gelegene Antofagasta navigiert exakt längs der Küste. Von meinem rechten Fensterplatz aus in weichen rostbraunen Wellen die Atacamawüste, in der Ferne die weiße Säge der Andenriesen. Links wolkenverhangen der Pazifik. Nur minutenweise driftet die Boing 737 weit genug ins Meer hinein, um […]