Indien: Ayurvedareise im Ursprungsland Karnataka

Reisebericht der Region Karnataka in Südindien.

Nach einem sehr schnellen Inlandsflug von Bangalore nach Goa, und damit verbundenen immensen Sicherheitskontrollen, erreichten wir den kleinen Bundesstaat Goa an Indiens südwestlicher Ozeanküste. Man spürte die 32°C Außentemperatur deutlich im Vergleich zu Bangalore, wo es uns mit ca. 24°C wie in einer anderen Klimazone vorkam, obwohl nur eine Flugstunde entfernt.

Ein weiß uniformierter Fahrer erwartete uns mit klimatisierter Limousine vor dem kleinen Flughafen, und fuhr uns im trubeligen Linksverkehr durch grüne Landschaften nach Süden, in den benachbarten Bundesstaat Karnataka, wo wir nach 3,5 Stunden das Swaswara-Ressort erreichten. Es gehört zu der kleinen südindischen Boutiquehotel-Kette C G H Earth, was für „clean green health“ steht und wo man dieses Programm lebhaft umsetzt. Ausgezeichnet als bestes ganzheitliches Hotel Indiens hat es vor allem europäische erholungssuchende Besucher, welche fern ab der Zivilisation und in der Nähe des 150 entfernten Ozeans dem Alltag bei erstklassigen Ayurveda-Behandlungen entkommen.

Urlauben in Karnataka

Fort-Chitradurga in Karnataka
Fort-Chitradurga in Karnataka

Erbaut wurde die umweltbewusste Hotelanlage erhöht in hügeliger Landschaft aus rötlichem Latarit-Naturstein, welcher ausschließlich in Westindien und Ostafrika vorkommt und somit die Anlage einer kenianischen Plantage ähnelt. Untergebracht sind die in 24 Villas (Einzel- oder Doppelbelegung), welche im Stil römischer Atriumhäuser gestaltet sind und über eigenen Innenhof verfügen, ferner über klimatisierten Schlafraum, halb offenen (zum eigenen begrünten Innenhof offenen) Dusch – /WC-Raum, über Treppe zu erreichendes eigenes Yoga-Deck unter dem Dach und Veranda mit Schreibtisch, Teeraum und Leseecke verfügen. Dass uns beim Duschen ein kleiner Affe besuchte oder kleine Frösche durch das halb offene Zimmer huschten war nicht ungewöhnlich, auch die Papageien auf dem Dach und Palmen vor der Tür sorgten in der Swaswara-Anlage für ein exotisches Gefühl – bei ständigem Meeresrauschen in der Umgebung.

Die Hotelanlage verfügt bewusst über keinen Anschluss an die örtliche Kanalisation, sondern gewinnt das Trinkwasser über in Teichen gesammeltes Regenwasser selbst, welches aufwändig in eigener Anlage auf höchstem hygienischen Standard gefiltert wird. Abwasser wird ebenfalls über Kohle und Zypergras-Filteranlagen zu Lösch- und Bewässerungszwecken aufbereitet.

Fast ausschließlich erstellte die erfahrene Küchen-Crew die täglichen Menüs für mittags und abends mit im Hotelgarten ökologisch angebautem Obst und Gemüse!

Indisches Essen – ein Genuss

Typisches indisches Gericht: Schrimps mit Curry.
Typisches indisches Gericht: Schrimps mit Curry.

Das auf Schiefertafeln angeschriebene Mittag- und Abendmenü bestand jeweils aus mehreren würzigen lokalen vegetarischen oder gar veganen Gerichten aus dem erwähnten eigenen Anbau, meist war auch fangfrischer, auf indische Art zubereiteter Fisch, im Angebot, bewusst verzichtet wurde auf Zucker und Fleisch. Überraschenderweise erhielt man auf Anfrage sogar Biowein aus Mombai, welcher vom Geschmack her – wen wundert’s – würzig ist, wie die indischen Speisen.

Zu Beginn der Ayurveda-Kur finden Gespräche mit Ayurveda-Medizinern vor Ort statt, welche personenbezogene Checklisten auswerten und Ernährungsberatung bieten, sowie die täglichen ayurvedischen Behandlungen (Ölmassagen, Fußmassagen, Gesichtsmassagen, Meditationen) abstimmen. Ayurvedisch sinnvoll sind 21 Tage Aufenthalt.

Für Yoga-Interessierte ist die Anlage ein wahres Paradies, Erfahrene und Anfänger werden gleichermaßen in die verschiedenen Yoga-Richtungen eingeführt, drei Yoga-Lehrer sind vor Ort und bieten in zwei neuen, palmblattbedeckten und klimatisierten Yogahallen mehrfach am Tag Yogakurse und Atemeditationen an, alles im Preis inbegriffen und mit viel Geduld und Zeit.

Unser Ausflugsprogramm in Indien

Der Durg-Tempel in Karnataka
Der Durg-Tempel in Karnataka

Man organisierte für Hotelgäste kurzfristig eine Fahrt im „Tuktuk“ zum Markt des benachbarten Städtchens Gokarna, um das dortige bunte trubelige Verkaufstreiben zu erleben – Indien wie man es erwarte. Ein weiterer Programmpunkt war eine kleine Bootsfahrt im hölzernen Katamaran ab Hotelstrand zu den naturbelassenen meist einsamen Stränden der Umgebung (Om Beach, Half Moon Beach, Paradise Beach, Main Beach), wobei man auch See-Adler und Delphine sehen konnte, der ortskundige hoteleigene Fotograf als deutschsprachiger Guide immer dabei.

In den stets sauber gehaltenen Villas wird den Gästen täglich abgekochtes Trinkwasser in Glasflaschen bereit gestellt, ebenso wie das Himalaya-Shampoo in Keramiktöpfchen im Bad.

Die internationale Hotelbibliothek verfügt über W-Lan-Netz und frei zu nutzende Computer, auf Telefon und Fernsehen wird bewusst verzichtet in der ganzen Anlage. Das hoteleigene Außenpool sowie die angebotenen Malkurse sorgen dafür, dass man während des Aufenthalts die Anlage lange Zeit nicht verlassen muss.

Bei Reisen nach und in Indien ist mit höchsten Sicherheitskontrollen zu rechnen, an Hotelanlagen werden Gepäck und die ankommenden Reisenden durchleuchtet, Autos kontrolliert und die Flughäfen sind nicht ohne ausgedrucktes Ticket in der Hand zu betreten. In den Flughäfen finden mehrere Kontrollen durch Militär und Sicherheitsdienst statt, das heißt von Betreten des Flughafens bis zum Sitzen in der Maschine sind bis zu zehn Kontrollen des Handgepäcks nicht ungewöhnlich, also stets Zeit und Geduld mitbringen!

Bildquellen: © Pixabay.com

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